Sarah J. Maas – Dornen und Rosen

Originaltitel: A Court of Thorns and Roses

Meine Bewertung: 9,5/10

Dornen und Rosen ist der erste Band der Reihe „Das Reich der Sieben Höfe“  – ist eine kleine Perle, eine schwarze und eher beeindruckende Perle.

Dichtgeschrieben ohne dabei bedrückend oder schwer zu werden, versetzt uns dieses Buch in eine düstere und grausame Welt in der die Menschen in ständiger Angst vor den Feen leben, von denen sie nur durch eine unsichtbare Mauer getrennt werde, die sie jedoch jederzeit durchbrechen könnten.

Dieser Roman ist dunkel und hart, er ist aber auch überraschend und versetzt uns in eine sehr fein ausgearbeitete Welt, deren Bewohner charismatisch, furchterregend und faszinierend sind. Der Plot ist glaubhaft und erstaunt uns immer wieder, bis zur letzten Seite, die dann im Leser eine fast unkontrollierbare Lust auslöst, den nächsten Band zu öffnen.

 

Der Plot:

Feyre, eine junge Frau von gerade einmal 19 Jahren, lebt in einer Welt ohne Hoffnung nahe der Grenze zu der Welt der Feen, und sie gehört zu den Ärmsten.

Seitdem ihre Familie all hier Hab und Gut verloren habe ist sie die einzige, die für den Unterhalt der Familie sorgt, das heißt dass sie ihren kranken Vater und ihre zwei Schwestern ernährt. Letztere haben sich immer noch nicht den katastrophalen Zustand ihrer Situation eingestanden.

Es ist kalt, der eisige Winter hat auch die letzten wilden Tiere vertrieben und Feyre muss immer weiter in den Wald vordringen um zu hoffen, eine Beute aufzutreiben die sie dann in ihre kleine Hütte zurückbringen kann.   

Sie befindet sich sehr viel zu tief in dem Wald als sie auf einen riesigen Wolf stösst und diesen mit einem Pfeil erlegt um dann seine Haut mitzunehmen, um diese auf dem Markt zu verkaufen.

Doch am Tag darauf stürmt eine grässliche Kreatur durch die brüchige Tür ihrer Kate und sucht nach dem Mörder des Wolfes, schreit nach Rache.

Um ihre Familie zu retten muss Feyre sich nun in die Welt der Feen begeben, wohin sie diese Kreatur mitnimmt. Si wird von nun an am Hof Tamlins leben, einer Hohen Fee des Frühlingshofes der sich auf er anderen Seite der Mauer befindet.

Feyre fürchtet sich vor Tamlin, doch dieser macht sie auch neugierig und zieht sie immer mehr in seinen Bann und sie lässt sich langsam verführen…

Doch eine schreckliche Krankheit bedroht die Feen, sie schleicht sich durch die natürliche Magie ein um sie, eine nach der anderen, zu zerstören.

Feyre muss nun noch sehr viel mehr als nur ihr Leben riskieren, wenn sie Tamlin retten will…

 

Meine Meinung:

Eine FASZINIERENDE Erzählung.

Die Kulissen werden so lebendig beschriebe, dass wir den Atem des Wolfes in der kalten Luft spüren können, dass wir die Lichtreflexe auf den Masken sehen, die die Mitglieder des Frühlingshofes tragen, wir spüren wie sich die Haare auf den Armen Feyres vor Angst aufstellen.

Die Kreaturen, die Welt, die Magie, all dies wird uns so natürlich, dass wir völlig vergessen dass wir uns in einem Urban Fantasy Roman befinden, ja beinahe in einem Fantasy Roman, da die Welt der Menschen immer weiter zurückfällt.

Wenn wir uns einmal in einem Dekor eingelebt haben, so wechselt dieses auf erstaunliche Weise, der Plot entwickelt sich in einem fort auf unerwartete Weise und die Spannung lässt uns nicht einmal los. Zu Beginn des Romans ist es völlig unmöglich vorherzusagen, wohin uns die Autorin mit ihrer sehr fantasiereichen Feder führen wird.

Die Romanfiguren werden so geschickt beschreiben, dass wir uns sogar das seltsamste Wesen gut vorstellen können, jeder hat tiefe Wunden, sichtbare oder unsichtbare, die ihn uns näher bringen, sogar die grausamste Kreatur wird uns berühren, jede Handlung , jedes Detail ist überdacht.

Am beeindrucktesten empfand ich jedoch die Stimmung.

Eine beinahe bedrückende Stimmung, wir verspüren diese ständige Angst, wir atmen die Lust ein, wir spüren die Gefahr, und wir können uns niemals entspannen da wir Feyre zu nahe stehen und ihr folgen und dabei den Atem anhalten.

Sie haben es sicher klar erkannt – dieser Roman hat mir wirklich sehr gefallen. Der zweite Band ist aber noch unglaublicher: A Court of Mist and Fury.

 

 

 

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.