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Luca D’Andrea – Das Böse, es bleibt

Originaltitel: Lissy

Meine Bewertung: 7,5/10

Diesen zweiten Roman von Luca D’Andrea habe ich ungeduldig erwartet! Nach dem beeindruckenden ersten Roman „Der Tod so kalt“ stellte sich die Frage, ob es sich bei diesem um eine Sternschnuppe handelte oder um das erste Werk eines Autoren, der uns von nun an regelmäßig – und vielleicht sogar konstant – fesselnde Thriller liefern könnte….

Meiner Meinung nach liebt man Luca D’Andrea nach diesem Buch – oder man mag ihn wirklich nicht. Ich kann mir schwer vorstellen, dass es hier eine „ach-ganz-nett“-Gruppe gibt.

Ich gehöre zu denjenigen, die von dem harten, direkten und sehr kalten Stil des Autoren mitgerissen werden.

Allein die Schreibweise kann einem eine Gänsehaut verursachen. Nicht nur die Handlung ist kalt, die Feder ist es ebenfalls: Rau, hart, direkt, grausam.

Aber kommen wir zum Plot:

 

Einzelgänger in der erbarmungslosen Kälte der Berge

Marlene ist auf der Flucht. Die junge Frau hat es gewagt: Sie hat den mächtigen Herrn Wegener verlassen, ihren Ehemann, der ein Imperium auf dem Blut und Ruin seiner Gegner aufgebaut. Ein Mann, der über Leben und Tod entscheidet ohne auch nur darüber nachzudenken.

Die junge Frau flieht panisch, denn ein einziger Fehler und er wird sie finden…. doch ihr Auto gerät in den eisigen Tälern Südtirols ins Rutschen; als sie wieder zu sich kommt, befindet sie sich auf einem kleinen Erbhof, weit abseits von jeder menschlichen Seele, abgeschieden von der realen Welt, hoch oben in den Bergen. Ringsum gibt es nichts als eisige Kälte, Schnee, Bergland.   Weiterlesen