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Iny Lorentz – Die List der Wanderhure (Band 6)

Originaltitel: Die List der Wanderhure (Band 6)

Meine Bewertung: 5,5/10

Dieser sechste Band (der chronologisch nach dem 3. Band, „Das Vermächtnis der Wanderhure“, einzuordnen ist), ist enttäuschend.

Die Handlung ist fade, zumindest hebt sie nie richtig ab, und ich habe in der zweiten Hälfte einige Momente der tiefsten Langeweile empfunden – und war dann froh endlich am Ende anzukommen.

Doch bevor ich nun begründe, warum mich dieses Buch so gelangweilt hat, erst einmal ein paar Worte zum Plot:

Der Plot:

Wie ich schon sagte, spielen sich die Ereignisse chronologisch gesehen zwischen Band 3 und 4 der Reihe ab. Dies ist der einzige Roman, in dem Marie und Michel gemeinsam ein Abenteuer erleben.

Tief in einem Wald wird ein Kloster von seltsamen Rittern überfallen, welche ein Abzeichen tragen das einem Kreuz aber auch einem Hammer gleicht. Sie schrecken nicht davor, die Nonnen zu töten und zu foltern um die Äbtissin, Isabelle de Melancourt, dazu zu bewegen das Geheimnis ihrer Ahnen zu offenbaren: Den Ort, an dem der Gral verborgen wurde den Raoul de Melancourt zurückbrachte.

Glücklicherweise gelingt es einer jungen Nonne, die von ihrem Vater einem Ritter versprochen wurde und somit den Schleier ablegen wird, zu fliehen und wie der Zufall es so will wird sie Marie und Michel, wie aber auch ihrem Bräutigam, begegnen. Gemeinsam gelingt es ihnen, das Kloster zu befreien und bald werden sie, begleitet von Isabelle de Melanourt, die Verfolgung der seltsamen und gefährlichen Rittern aufnehmen um vor ihnen den Kelch zu bergen aus dem Christus trank…

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Iny Lorentz – Töchter der Sünde (Band 5)

 

Originaltitel: Töchter der Sünde (Band 5)

Meine Bewertung: 8/10

Also, diesen Band fand ich jetzt richtig gelungen.

Wir haben immer noch dieselben „Zutaten“: Dieselbe Familie Adler, dieselbe lange Geschichte mit unerwarteten Wendungen, die aber dennochg leicht und locker zu lesen ist, dieselben Handlungen …. und dennoch haben wir hier zwei größere Neuheiten:

1/ Der Romanheld ist keine Heldin, sondern ein Mann, Falko, Maries Sohn (also der Sohn der Wanderhure). Er ist zu einem stattlichen, gutaussehenden Mann herangewachsen, allerdings ist er auch arrogant und zu selbstsicher. Der Roman wird sich um diese Figur aufbauen und ich muss zugeben, dass ich es äußerst gelungen fand die „Wanderhurenwelt“ die uns ja nun geläufig ist, die wir aber fast ausschließlich von einem femininen Standpunkt her kennen, auch einmal mit einer Prise Männlichkeit zu erleben.

2/ Ein weiterer positiver Unterschied ist, dass es sehr viel weniger, ja eigentlich gar keine der „unglaublichen Zufälle“ gibt, über die ich mich oft genug in den vorherigen Büchern beschwert habe, diese Zufälle durch die die Wanderhure „zufällig“ im hintersten Winkel der Wüste einem Bekannten begegnet, oder dass genau in diesem präzisen Moment ein Ereignis stattfindet, welches für Marie günstig ist.

Kurz, von Beginn an ein guter Roman.

 

Aber sprechen wir doch zunächst einmal über den Plot:

Marie, die ehemalige „Wanderhure“ lebt nun auf Kibitzstein, ihre Kinder sind erwachsen, ihre Töchter gar verheiratet. Jetzt ist es an Falko, eine Frau zu nehmen. Aber wir kennen ja die Familie Adler, so einfach ist es niemals, und so kommt es, dass Falko sich während eines Turniers jemanden zum Feind macht, der ihm sehr unangenehm werden kann…. und so befindet er sich plötzlich auf dem Weg nach Rom, wohin er unter dem Vorwand eines äußerst wichtigen Auftrags gesandt wurde um ihn von dieser neuen Gefahr zu entfernen.   Weiterlesen

Iny Lorentz – Die Tochter der Wanderhure (Band 4)

Originaltitel : Die Tochter der Wanderhure (Band 4)

Meine Bewertung  : 7/10

Auch dieser vierte Band ist wieder eine Gelegenheit, einen Moment mit der Familie von Marie und Michel zu verbringen. Zwölf Jahre sind nun vergangen und der Besitz des Ritters auf Kibitzstein ist blühend, seine Macht reicht weit und er verwaltet seine Länder intelligent.

Michel und Marie sind älter geworden, wie auch ihre Freunde, doch sie bleiben weiterhin mutig und stark.

Trudi, die älteste Tochter der ehemaligen Wanderhure und ihres Mannes, ist nun eine junge Frau, erwachsen und verliebt: Ihr Herz gehört dem jungen Georg von Gessingen und sie denkt nur noch an eine Hochzeit mit ihm.

Nur weiß sie da ei nicht, dass ebendieser Georg von Gessingen nur Augen für ihre Aussteuer hat und sich nur wenig für die Person, die diese mit sich bringt, interessiert.

Bei einem Spaziergang gibt Georg ihr einen Trank zu viel und beraubt sie ihrer Jungfräulichkeit doch verspricht ihr, noch am selben Tag bei Michel um ihre Hand anzuhalten. In diesem Moment denkt Georg wirklich dies zu tun, denn er hat die junge Frau ja nur in dieser Hinsicht verführt, um die letzten Hindernisse aus dem Weg zu räumen und Trudis Eltern dazu zu zwingen dieser Ehe zuzustimmen – und damit zu Reichtum zu kommen.

Doch die wilden Winde der Politik haben ihren eigenen Willen, und so wird Georg nicht die Gelegenheit erhalten, sein Versprechen einzuhalten, und später wünscht er es auch nicht mehr: Eine Versammlung der Mächtigen und Einflussreichen aus der Gegend hatte eine ungünstigen Ausgang und sein Onkel fordert ihn auf, mit ihm die umgehend zu verlassen und überzeugt ich, dass dies ein sehr schlechter Moment sei, sich mit Kibitzstein zu verbinden. Georg kann woanders eine bessere Gemahlin mit mehr Einfluss finden.

Trudi wird umsonst auf seine Rückkehr warten.   Weiterlesen

Iny Lorentz – Die Kastellanin (Die Wanderhure, Band 2)

Originaltitel: Die Kastellanin (Die Wanderhure, Band 2)

Mon appréciation: 7/10

Dieser zweite Band der „Saga“ der Wanderhure hat mich noch mehr mitgerissen als der erste und ich kann allen, die diese Art von „leichtlesigen“ (ein neues Wort!?) historischen Roman mögen, dazu raten.

Und dennoch gebe ich genau dieselbe Note!

Die Erklärung ist sehr einfach – aber um sie zu kennen, müssen Sie noch ein wenig warten und meinen Kommentar bis zum Ende durchlesen, so bleibt noch ein wenig Spannung ….

Wie dem auch sein, es handelt sich hier um eine historische Reihe die dieses gewisse „Etwas“ besitzt und die uns mit ihrer einfachen Schrift in das mittelalterliche Deutschland führt, so dass es schwer ist, das Buch aus der Hand zu legen bevor man nicht die letzte Seite gelesen hat.

Der Beweis ist, dass ich gleich nach der Lektüre der letzten von gut über 500 Seiten darauf lauere, den nächsten Band zu lesen („Das Vermächtnis der Wanderhure“)

Aber kommen wir nun zum Punkt – was kann ich zu diesem Buch sagen?

 

Der Plot:

Wir schreiben das Jahr 1420 in Deutschland, zehn Jahre sind seit den Ereignissen des ersten Bandes („Die Wanderhure“) verstrichen.

Nachdem Marie dazu gezwungen wurde ihren Kindheitsfreund Michel Adler zu heiraten, hat sie gelernt diesen von Herzen zu lieben, und ihre Ehe ist sehr glücklich. Sie haben sich in Rheinsobern niedergelassen und die Zukunft scheint ihnen gut gesonnen.  Weiterlesen

Iny Lorentz – Die Wanderhure

Originaltitel: Die Wanderhure (Band 1)

Mon appréciation: 7/10

Wir schreiben das Jahr 1410, die junge Marie, Tochter eines reichen Händlers, bereitet sich auf den schönsten Tag ihres Lebens vor: Morgen wird sie Magister Ruppertus Splendidus heiraten, einen angesehenen Advokaten der in den vornehmsten Kreisen verkehrt und eine glänzende Zukunft vor sich hat.

Doch hatte Ruppertus von Anbeginn andere Pläne als das sittsame Mädchen zu ehelichen; sein Ziel war es, eine ausgiebige Mitgift zu erhalten und sich der Reichtümer des Vaters, Matthis Schärer, zu bemächtigen.

So beschuldigt er am Abend vor der Trauung – doch nach Unterzeichnung vor Zeugen eines Ehevertrages – das Mädchen der Unzucht und behauptet, sie sein keine Jungfrau mehr, da sie mit mehreren Männern gegen Entlohnung geschlafen habe. Zur Bestätigung dieser Anklage führt er Zeugen vor, die bestätigen mit dem jungen Mädchen Spaß gehabt zu haben. Marie wird in eine Zelle des Ziegelturms gesperrt, wo sie auf eine Untersuchung durch eine Matrone wartet, welche ihre Tugend bestätigen soll. Doch im Laufe der Nacht wird sie vergewaltigt, und so kann die Untersuchung nur die Anklage des Advokaten bestätigen und Marie wird nun, statt Ruppertus zu heiraten, zur öffentlichen Züchtigung und Verbannung aus der Stadt Konstanz verurteilt.

Als sie halbtot im Straßengraben liegt, wird sie von der Wanderhure Hiltrud gefunden, welche sie bei sich aufnimmt.   Weiterlesen