Eisige Schwestern

S.K. Tremayne – Eisige Schwestern

Titre original : The Ice Twins

Mon appréciation : 7,5/10

Ein ruhiger aber effizienter « Thriller » von einem Autoren, der hier unter dem Pseudonym S.K. Tremayne veröffentlicht*.

Eisige Schwestern ist kein klassischer „Thriller“, die Spannung ist jedoch so subtil und konstant, dass ich mich dazu entschlossen habe ihn sowohl in diese Rubrik als auch in die der Allgemeinen Literatur einzuordnen.

 

Der Plot:

Angus und Sarah Moorcroft sind eine stark geprüfte Familie. Sie waren glücklich verheiratet, Eltern die man um ihre wunderbaren Zwillinge Kirstie und Lydia beneidete. Die kleinen Mädchen standen sich besonders nahe, bis zu jenem Tag der alles ändern sollte: Ein schrecklicher Unfall hat Lydia vor den Augen ihrer Schwester das Leben gekostet.

Ein Jahr nach dem Drama ist die Familie immer noch darum bemüht, sich neu aufzubauen, und sei es nur um es Kirstie zu ermöglichen wieder aufzuleben. Um sich eine reelle Chance zu geben, werden sie nun alles in ihrem Leben ändern und auf eine kleine schottische Inseln in der Bucht von Skye ziehen, die sie von einer Großmutter von Angus geerbt haben, die Insel des Donners.

Ein kleines stark renovierbedürftiges Cottage steht hier neben dem Leuchtturm der Bucht, hier werden sie leben, auf einer Insel die nur per Boot mit dem Festland verbunden ist oder aber über einen schmalen Fußweg der einige Stunden am Tag begehbar ist, wenn die Flut sich zurückzieht.   Weiterlesen

Barbara Woods / Eden LIt

Barbara Woods – Sturmjahre

Originaltitel: Domina

Meine Bewertung: 7/10

In „Sturmjahre“ folgen wir einer jungen leidenschaftlichen intelligenten, mutigen und entschlossenen Frau, die am Ende des 18ten Jahrhunderts für die Verwirklichung ihres Traums kämpft: Arzt werden.

 

Der Plot:

Samantha Hargrave wird in ein Jahrhundert geboren, das unabhängige und intelligente Frauen nicht akzeptiert, sie sogar fürchtet: Das 19te Jahrhundert.

Zu dieser Zeit ist die Medizin noch nicht sehr wissenschaftlich; Schröpfen gilt generell als das beste Heilmittel jeglicher Krankheiten. Doch dies wird sich bald ändern, denn das 19te Jahrhundert ist auch die Epoche der ausschlaggebendsten medizinischen Entdeckungen, die sich zunächst allerdings nur schwer durchsetzen da sie von den  Ärzten der alten Schule, die an ihren alten Methoden festhalten, geächtet und ignoriert werden.

Samantha ist die Tochter eines verbissenen Predigers. Sie wächst ohne ihre Mutter auf, die bei der Geburt verstorben ist. Ihre Kindheit ist einsam, sie verbringt diese ohne Unterstützung ihrer Familie bei Freunden, die sie in der Gosse kennengelernt hat.

Während dieser Kindheit erwacht ihre Leidenschaft: Sie wird Arzt werden.  Weiterlesen

Karen Marie Moning / Highlander

Karen Marie Moning – Das Geheimnis der Highlands

Originaltitel: Beyond the Highland Mist

Meine Bewertung: 6/10

Nach der wirklich guten Reihe der MacKayla Lane-Saga (mein Kommentar bald in der Rubrik « Urban Fantasy ») habe ich mich fast gierig auf diese weitere Reihe der Autorin geworfen – die Highlander-Saga (acht Bücher insgesamt).

Ich muss zugeben, dass mich der Erfolg dieser Reihe wirklich überrascht. Ich habe noch nicht alle Bücher gelesen – allerdings weisen schon die ersten beiden bei Weitem nicht so viel Einfallsreichtum, Fantasie oder auch einfach den Funken der MacKayla Lane-Reihe auf. Allerdings habe ich nun – nach Jahren – den vierten Band gelesen, dieser war dann wirklich gut… Hier sollte man dann nicht vergessen, dass auch der erste Band der MacKayla Lane Reihe nur die Versprechung einer Verbesserung war… Also mal sehen was die nächsten Bände so mit sich bringen.

Bevor ich diesen Auftaktband der Highlander-Saga kommentiere möchte ich noch darauf hinweisen, dass fast alle Bücher völlig unabhängig voneinander sind, auch wenn man vielleicht der einen oder anderen bereits bekannten Figur wieder begegnet. Es ist also nicht nötig unbedingt die Bücher in der vorgegebenen Reihenfolge zu lesen.  Jeder Roman beschäftigt sich mit der Liebesgeschichte zwischen einem wilden Krieger der Highlands in Schottland und einer Frau.

Man könnte die Highlander-Saga wie eine Art „historisches Fantasy“ beschreiben, die sich zwischen dem XXten und XVIten Jahrhundert abspielt und die sicherlich den Anhängern von Liebesromanen gefallen wird, solange diese keine Angst vor Gewalt und wilden fleischlichen Verbindungen haben.

 

Der Plot:

Dieser erste Band – der in einer Erstveröffentlichung im Jahr 2000 den Titel „Zauber der Begierde » trug bevor er dann 2012 unter dem Namen « Das Geheimnis der Highlads » neu aufgelegt wurde – beginnt gleich mit seinem fantastischen Aspekt, nämlich der Zeitreise (die wir in dieser Reihe immer wieder antreffen werden) :   Weiterlesen

Eden Lit

Karine Giebel – Meurtres pour rédemption

Originaltitel: Meurtres pour rédemption (noch nicht auf Deutsch erhältlich)

Meine Bewertung: 6,5/10

Dieser Roman – einer der ersten der Autorin – ist sehr vollständig und ich hatte wirkliche Schwierigkeiten was meine „Benotung“ betrifft; es handelt sich hier um die Geschichte einer jungen Kriminellen die eine lebenslängliche Haft absitzt, mit einer maximalen Entlassungssperre so dass ihr keinerlei Hoffnung bleibt das Gefängnis zu verlassen. Bis man ihr eine Wahl anbietet.

Die erste Hälfte des Romans – sehr „Orange is the new black“-like – ist gelungen doch die zweite Hälfte hat mich sehr viel weniger überzeugt.

 

Ein vollständiger und unvorhersehbarer Plot

Dieser Roman ist lang, nicht unbedingt was seine Seitenzahl angeht (natürlich auch, mit seinen 988 Seiten im Taschenbuchformat) sondern eher was den Inhalt selbst betrifft.

Marianne ist keine zwanzig Jahre alt und dennoch sitzt sie schon eine lebenslange Haftstrafe ab, ohne Aussicht auf frühzeitige Entlassung. Sie kennt nichts anderes als dieses Universum und ihr schwer zu beherrschender Charakter macht ihren Aufenthalt noch bitterer.

Zwischen Demütigungen und Brutalitäten, Hass und Überleben stehen sich die Wärter und die Gefangenen in dieser niederdrückenden, abgeschlossenen Atmosphäre gegenüber.   Weiterlesen

Eden Lit

Sire Cedric – Avec tes yeux

Originaltitel: Avec tes yeux (noch nicht auf Deutsch erhältlich)

Meine Bewertung: 7/10

Ein Roman der es ganz offen ansagt: Er gehört dem Genre „Horror“ an – und das tut auch mal gut.

Würde dieses Buch von einem anderen Autoren wie zum Beispiel Sebastian Fitzek stammen, tja, dann würde es unter den „Thrillern“ laufen, aber Sire Cedric ist hier anders. Er steht dazu. Der Genre ist nicht tot!

Der Roman selbst ist eher gelungen. Sire Cedric hätte noch weiter gehen können, aber „Avec tes yeux“ (was so viel bedeutet wie „Durch deine Augen“) kann einen erschaudern lassen und das ist es was wir erwarten. Hier wollen wir Angst haben und nicht unbedingt das Ende kennen (auch wenn dieses eher gelungen ist).

Der Weg ist das Ziel, könnte man etwas unangebrachter Weise sagen.

 

Der Plot:

Thomas hat schreckliche Alpträume – Träume die ihn auch tagsüber jederzeit heimsuchen können und die an Visionen erinnern, fürchterliche Visionen. Er scheint sich in der Haut eines Monsters mit menschlichem Gesicht yu befinden der eine junge Frau foltert bevor er sie auf schrecklichste Weise tötet.

Handelt es sich um Halluzinationen oder ist es die Realität?

Der Besuch bei einem Hypnosetherapeuten verschlimmert die Situation und macht aus Thomas’ Leben eine Hölle.   Weiterlesen

Nele Neuhaus – Im Wald

 

Originaltitel: Im Wald

Meine Bewertung: 7/10

Mit „Im Wald“  bestätigt Nele Neuhaus dass sie eine konstante Autorin ist. Ja, dies ist schon die achte Mordakte in der das Duo Pia Kirchhoff – nun Sander – und Oliver von Bodenstein ermitteln. Dieser Roman schenkt uns wieder einmal eine angenehme Lektüre, auch wenn wir nicht vom Sofa fallen. Er liest sich leicht und ist auch spannend.

Eine Besonderheit in diesem Buch ist Oliver von Bodenstein, der persönlich von diesem Fall berührt wird und dessen Neutralität und Ruhe auf eine harte Probe gestellt werden. Eine schlechte Kindheitserinnerung kann auch den ruhigsten Polizisten zum Wanken bringen.

 

Der Plot:

Auf einem kleinen Campingplatz, auf den die Touristen erst im Sommer zurückkehren werden, erschüttert eine Explosion die Nacht bevor ein Feuer in wenigen Minuten einen Campingwagen in Schutt und Asche verwandelt.

In den verkohlten Ruinen wird eine Leiche entdeckt. Ein Mann. Es war kein Unfall, die Explosion wurde ausgelöst und das Opfer eingeschlossen.

Während die Polizisten mit ihren Ermittlungen beginnen sorgt ein neuer Mord für Aufregung: Eine alte Dame, die auch noch im Sterben lag, wurde in ihrem Altersheim erdrosselt. Der Täter muss ihre Gewohnheiten genau gekannt haben – und vor allem muss er es sehr eilig gehabt haben die Frau sterben zu sehen. Welches Wissen hat sie mit ins Grab genommen? Warum gerade jetzt? Welches Geheimnis verbirgt sich hier und scheint von einem ganzen Dorf wissentlich ignoriert zu werden?   Weiterlesen

Luca D’Andrea – Der Tod so kalt

Originaltitel: La sostanza del male

Meine Bewertung: 8,5/10

Ein wirklich gelungener erster Roman. Eine Entdeckung mit einem bereits ausgeprägten persönlichen Stil.

Der Tod so kalt ist ein Buch das sich zwischen dem Kriminalroman und dem Thriller bewegt, gewürzt mit einem persönlichen Drama das allem seine eigene Farbe verleiht, und das alles in der Kälte eines kleinen Dorfes in Südtirol.

Das sagt Ihnen jetzt nicht sehr viel…

Der Plot :

Auf den ersten Blick kann dieses Buch nur bedingt interessant wirken: Ein Reporter, Jeremiah Salinger den jeder nur mit seinem Nachnamen anspricht, seine Frau und seine Tochter wollen eine Auszeit in dem Geburtsdorf seiner Ehefrau verbringen. Hier scheint alles so idyllisch – die Berge, ein atemberaubendes Panorama, die so typischen Einwohner und ihre Härte, all dies zieht Salinger an der sich auf den ersten Blick in dieses kleine Stück Paradies verliebt. Natürlich hat dieses Dorf auch seine eigene Geschichte, seine Dramen wie dieses schreckliche Massaker das vor dreißig Jahren alle erschütterte und von dem keiner sprechen will… aber heute leben hier nur harte Männer und Frauen ein einfaches Leben das voller alltäglicher Abenteuer steckt.

Salinger und dessen Partner beschließen, eine Serie von Reportagen über diese Helden des Alltags zu drehen doch ein furchtbares Drama wird das Leben des Reporters völlig aus der Bahn werfen. Wenn er auch körperlich unversehrt hieraus hervorgeht, so ist er psychologisch nicht mehr derselbe.

Um zu vergessen und weiter zu leben beginnt er sich für das dreißig Jahre Alte Massaker zu interessieren von dem er gehört hat, doch er ahnt nicht was er hiermit wecken wird. Das Biest, das in den verschneiten Bergen schlummert, ist vielleicht nicht tot und kann noch weitere Opfer schlagen.

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Fantasy Eden Lit

Sarah J. Maas – A Court of Mist and Fury

Originaltitel: A Court of Mist and Fury (noch nicht auf Deutsch erhältlich)

Meine Bewertung : 10/10

 

Nach Dornen und Rosen  habe ich ein wenig gezögert bevor ich den zweiten Band der Reihe „Das Reich der Sieben Höfe“  geöffnet habe.

Wie konnte dieser mich ebenso mitreißen? Unmöglich.

Das dachte ich. Und doch ist dieser Band noch besser, spannender, unglaublicher, in jedem Detail.

Perfekt.

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Agatha Raisin and the Quiche of Death

M.C. Beaton – Agatha Raisin und der tote Richter

Originaltitel: Agatha Raisin and the Quiche of Death

Meine Bewertung: 6/10

Dies ist wieder eins dieser Bücher: Rein literarisch gesehen oder was auch den Plot betrifft, so ist man nur wenig beeindruckt, doch es hat dieses „gewisse Etwas“ durch das man den Roman dann doch gerne liest und sich schon auf den nächsten Band freut.

Es handelt sich hier natürlich um ein absolut subjektives Gefühl! Ich hätte sicher nur ein 5 oder 5,5/10 gegeben, doch dieser halbe Punkt ist ganz klar für den Lesespaß der mich regelrecht überrascht hat.

Denn wenn dieser erste Fall von „Agatha Raisin“ auch sehr lustig ist, so ist er weder spannend, noch beunruhigend noch in irgendeiner Weise mysteriös. Nichts davon. Auch die Umgebung entspricht einem „déjà lu“, man hat das alles schon einmal gelesen. Die Heldin ist eher unsympathisch, die Anspielungen auf Agatha Christie gewollt offensichtlich.

Dennoch habe ich sofort mit der Lektüre des zweiten Bandes begonnen…

 

Der Plot:

Agatha Raisin ist eine Mittfünfzigerin die gerade ihr PR-Unternehmen veräußert hat um sich ihren Traum zu erfüllen: In einem kleinen Cottage in den Cotswolds zu leben!

Doch nach dem aufregenden Londonder-Leben, den täglichen beruflichen Herausforderungen, und mit einer natürlichen Autorität gesegnet steht Agatha nun vor einer neuen Herausforderung: Sich an das beschauliche, ruhige Leben auf dem Land au gewöhnen, wo sie als „neu Zugezogene“ betrachtet wird…. Hier muss sie sich einleben – und sie möchte anerkannt werden, sie möchte „Jemand“ in dem kleinen Dorf Carsely werden.   Weiterlesen

Bernard Minier – Wolfsbeute

Originaltitel: N’éteins pas la lumière

Meine Bewertung: 6/10

Wolfsbeute“ ist ein Roman, den ich eher enttäuschend fand, vielleicht auch weil meine Erwartungen nach dem bedrückenden „Schwarzer Schmetterling“ (dem ersten Roman des Autoren) einfach zu hoch waren, vielleicht aber auch wegen der sehr großen Ähnlichkeit der ersten Romanhälfte mit dem sehr gelungenen „Die Flügel, mein Engel, zerreiß’ ich dir“ von Karine Giebel (ich werde kurz darauf zurück kommen). Jedenfalls erschien mir insgesamt ein wenig fade.

Dennoch bleibt dieser Thriller gut geschrieben und jene, die Giebel nicht gelesen habe, werden ihn sicher klar beeindruckender finden.

 

Der Plot:

Christine Steinmeyer, die in Toulouse eine Radiosendung moderiert, bereitet sich auf ihre erste Weihnachten bei den Eltern ihres Verlobten vor, als sie den Brief einer Frau erhält, die ihren Selbstmord ankündigt. Diese Nachricht scheint versehentlich in ihrem Briefkasten gelandet zu sein doch sie bemüht sich dennoch schnell den wirklichen Adressat zu finden, leider erfolglos. Schließlich ist der Druck des ersten Treffens mit ihren zukünftigen Schwiegereltern zu groß und sie beendet ihre Recherchen, die sowieso aussichtslos scheinen.

Am nächsten Tag jedoch beschuldigt sie ein Hörer live in ihrer Sendung, dass sie eine Frau habe sterben zu lassen…. und das ist nur der Beginn:  Christine erhält Drohungen, seltsame Vorfälle häufen sich, wie zum Beispiel ihr Hund der verschwindet um dann verletzt in einer Mülltonne wieder aufzutauchen.  Langsam bricht Christines gesamte Existenz zusammen, denn sie vermag es nicht die Identität des Stalkers zu ermitteln oder sich gegen ihn zu verteidigen. Zudem glaubt ihr natürlich niemand. Weiterlesen